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Waldtruderinger CSU: Waldtrudering darf nicht zur kulturellen Infrastruktur-Wüste verkommen
- Stadt soll Konzept für Quartierszentrum vorlegen

[München, 6.2.2000:] Die Waldtruderinger CSU sieht nach Aussagen ihrer Vorsitzenden, Bezirkstagsvizepräsidentin Friederike Steinberger, den Stadtteil Waldtrudering als Verlierer der stürmischen städtebau lichen Entwicklung in Trudering-Riem, wenn sich die Stadt München nicht mehr um ihr östlichste Quartierzentrum kümmert.

Während sich nämlich für das Quartierzentrum Trudering eine deutliche Aufwertung durch Ansiedelung neuer sozialer und kultureller Einrichtungen südlich des U-S-Bahnhofs ab zeichnet, soll Waldtrudering nach über 40 Jahren die Stadtbücherei verlieren. Damit bliebe nur noch das städtisch geförderte Familienzentrum als einzige sozio-kulturelle Einrichtung in Waldtrudering. Dabei sei Waldtrudering mit seinen heute über 20 000 Einwohnern auch nach vollständiger Besiedelung der Messestadt ein gleichgewichtiger Bevölkerungs schwerpunkt in Trudering-Riem. Gerade der Blick auf die Messestadt zeige aber, was von der Stadt als angemessene Infrastrukturausstattung für 16000 Einwohner betrachtet werde: ein Bürgersaal mit tausend Quadratmeter Nutzfläche, eine VHS-Außenstelle, ein Jugend- und Kinderfreizeitheim, ein Jugendcafe und mehrere betreute Anwohnertreffs.

Die Waldtruderinger CSU will daher über ihre kommunalen Mandatsträger erreichen, dass das Quartierzentrum Waldtrudering in seiner Bedeutung und Funktion für die Bewohner Waldtruderings gesichert werden kann.

Der stv. Ortsvorsitzende der Waldtruderinger CSU, Georg Kronawitter, weist als Sprecher des Unterausschusses für Kultur-Schule-Soziales darauf hin, dass die CSU im Bezirksausschuss Trudering-Riem in dieser Richtung bereits aktiv werde. So finde am 9.2.2000 um 18 Uhr ein Informationsbesuch bei der Gemeindebücherei Haar statt, deren kostengünstiges Betreibermodell auch für Waldtrudering eine Alternative gegenüber dem geplanten "Plattmachen" des Büchereistandorts darstellen könnte.

Darüberhinaus hat Kronawitter für die Februar-Sitzung des BAs einen Antrag eingebracht, der das städtische Planungsreferat auffordert, das sogenannte Zentrenkonzept in puncto Quartierszentrum Waldtrudering zu präzisieren. Das Planungsreferat hatte nämlich immer darauf hin gewiesen, dass Quartierszentren neben den kommerziellen Angeboten auch öffentliche soziale und kulturelle Dienstleistungseinrichtungen benötigen.

Die Waldtruderinger CSU, so Steinberger, werde darauf achten, dass die in Waldtrudering noch zahlreich vorhandenen Familien sich nicht gänzlich als Münchner zweiter Klasse fühlen müssen. Aus ihrer Erfahrung als Bezirkstagsvizepräsidentin von Oberbayern wisse sie nämlich, dass heute auch Gemeinden mit wesentlichen weniger Einwohnern als Waldtrudering eine sozio-kulturelle Vollversorgung aufweisen - eine intelligente Organisation vorausgesetzt.


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